Wie seit Ihr zum Schreiben gekommen und seit wann schreibt Ihr? Wer oder was beeinflusste Euch in der Wahl des Berufes als Autorin? Übt Ihr nebenher noch einen weiteren Beruf aus und wenn ja, welchen?
Jessica: Als ich 8 Jahre alt war, wurde mir im Unterricht immer langweiliger. Also begann ich mit meinem ersten Roman. Zusammen mit meinen Freunden, die mir viele Ideen lieferten, entstanden circa 100 Seiten Roman in der hintersten Reihe des Klassenzimmers. Das Buch ist bis heute nicht fertig geworden, da die Schule dann doch anstrengender wurde und ich aufhörte unterm Tisch zu schreiben. Ich merkte aber bald, dass ich es vermisste, meine Kreativität beim Schreiben auszuleben, und fing wieder an meine Geschichten aufzuschreiben. Zum Beruf: ab September werde ich, voraussichtlich in Reutlingen, International Management studieren. Ob ich angenommen werde entscheidet sich am 19. Juli – auch der Tag unserer ersten Lesung.
Diana: Als ich ca. 13 war, brauchte ich weniger Schlaf als meine Eltern für mich vorgesehen hatten. Also begann ich mir zum besseren Einschlafen, Geschichten auszudenken. Diese aufzuschreiben, auf die Idee kam ich nicht. Erst durch Jessicas Liebe zum Schreiben hat sich das geändert – irgendwie hat sie mich damit angesteckt. Mein ‚erlernter’ Beruf ist Architektin, da darf man auch kreativ sein, allerdings weit weniger als beim Schreiben.
Der Weg von einer Idee zum fertigen Manuskript: Wie sieht euer Schreib-Alltag aus bzw. wie gestaltet ihr das Schreiben?
Diana: Beim Schreiben hat sich anfangs jeder den Part ausgesucht, der ihm am liebsten war. Schnell merkten wir aber, dass es sinnvoller ist, wenn einer schreibt und der andere überarbeitet. Den Plot und die Kapitelübersicht erarbeiten wir gemeinsam. Da passiert es natürlich auch, dass wir uns nicht einigen können. Wir lösen das dann einfach in einer langen Diskussion. Wenn keiner den anderen überzeugen kann, dann legen wir die Idee erstmal beiseite und überlegen uns einen komplett neuen Ansatz. Und erst wenn wir genau wissen wohin wir wollen, beginnt das Schreiben.
Wie seit ihr auf die Idee zu eurem Buch Schloss der Engel gekommen?
Jessica: Als ich von Portugal nach Torgelow zog, bekam ich als Abschiedsgeschenk
einen kleinen Schutzengel geschenkt. Im Internat angekommen fühlte ich mich, durch die traumhafte Kulisse von Schloss und See, wie in einem Fantasy-Roman. So entstand die, Idee diese beiden Elemente zu verknüpfen. Ich erzählte meiner Mutter davon und wir beschlossen sie aufs Papier zu bringen. In der Küche bei einer Tasse Tee entstand dann die Geschichte von Lynn und Christopher.
Um was geht es in dem Buch?
Die Geschichte handelt von Lynn, einer Internatsschülerin, die sich in das „Schloss der Engel“, eine Schule für Schutzengel, - mehr oder weniger freiwillig – verirrt. Dort verliebt sie sich nach einigem Hin und Her in Christopher, ihren Tutor, den sie am Anfang für ziemlich arrogant hält. Natürlich ist die Liebe zu einem Racheengel wie Christopher nicht ganz einfach. Eine Totenwächterin und Sanctifer - ein böser Wächterengel- mischen sich ein.
Wie entstehen die Protagonisten Eures Buches? Sind die Figuren immer rein fiktiv oder haben sie auch ab und an mit realen Personen in eurem Leben zu tun?
Bei manchen Charakteren hatten wir beide sofort eine Vorstellung, auch wenn diese sich, zum Beispiel bei Christopher, anfangs doch ziemlich unterschied. Manche Charaktere entstehen erst beim Schreiben. Bei den wichtigsten wissen wir meist aber schon, wie sie sind und was sie denken, bevor wir mit dem Schreiben beginnen. Nur eine Figur hat sich später eingeschlichen – sie gehört inzwischen zu unseren ‚Lieblingen’.
Wie kommt ihr auf die Namen der Charaktere?
Manchmal dauert es eine Weile bis wir den passenden Namen gefunden haben, manchmal sind sie aber sofort klar. Wichtig ist es bei den Namen vor allem, dass sie zu den Charakteren der Figuren passen.
Was bereitet euch mehr Schwierigkeiten? Der Anfang oder das Ende des Buches?
Inzwischen ist es schon beinahe Tradition anzufangen und später den Anfang noch mal umzuschreiben, denn erst am Schluss kennt man alle Details.
Wie hat es sich angefühlt, das eigene Buch das erste Mal in den Händen zu halten?
Das wissen wir noch nicht
Unsere Belegexemplare kommen erst noch.Welches gelesene Buch hat einen nachhaltigen Eindruck bei Euch hinterlassen und ist aus dem Bücherregal nicht mehr wegzudenken?
Viele, z.B.: Twilight-Saga, Vampire Academy, Harry Potter, Imago, Kim-Harrison Rachel-Morgan-Reihe, Stadt der Finsternis-Reihe, Seelen, Sakrileg, Die Nebel von Avalon…
Wenn ihr in euer eigenes Bücherregal schaut – welches Genre ist hier am meisten vertreten?
Fantasy, Fantasy und Fantasy !
An welchem neuen Buchprojekt arbeitet ihr gerade? Auf was dürfen wir und als nächstes freuen? Könnt ihr den Lesern schon etwas vorab verraten? Oder schreibt ihr nicht mehr als Duo?
Verraten können wir noch nichts – außer vielleicht, dass es ein Fantasy-Roman wird. Das Exposé steht und geht nächste Woche an unsere Agentur in München.
Schreibt ihr auch unter anderen Pseudonymen?
Nein.
War es schon immer euer Wunsch Bücher zu schreiben?
Jessica: Ja, ich hab immer davon geträumt eines Tages ein Buch zu veröffentlichen. Mein größtes Ziel jedoch ist es, eines meiner Bücher verfilmt zu sehen.
Diana: Nein. Ich gehöre zu den ‚Spätberufenen’ - dafür bin ich jetzt um so schreibsüchtiger

Recherchiert ihr vor Ort oder fließt sehr viel Phantasie in eure Bücher mit ein?
Ja , und ja. Wenn wir Gegenden und Orte in unsere Geschichten mit einfließen lassen, recherchieren wir, wenn möglich, vor Ort. In Venedig z.B. waren wir drei Mal! Aber natürlich gibt es in unserer Geschichte sehr viele Schauplätze, die nur in unserer Fantasie entstanden sind. Manchmal skizzieren wir das dann auf, vor allem, wenn’s kompliziert wird – damit wir uns nicht verlaufen.
Wenn ihr euch für eine der Figuren entscheiden müsstest, wer wäre es?
Aron und Raffael. Wer wen am liebsten mag, verraten wir aber nicht.
Gibt es etwas, das ihr beim Schreiben immer bei euch habt?
Neben Bleistift und Papier die Freude an neuen Ideen.


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